Sechs Titel bei den Landesmeisterschaften in Mannheim

Am Mannheimer Olympiastützpunkt im Pfeifferswörth fanden am vergangenen Wochenende die Landesmeisterschaften der Aktiven und U20 statt.

Mit starken Ergebnissen konnten vor allem unsere Top-Mittel- und Langstreckler aufwarten. So zeigte unser 800 Meter-Ass Christoph Kessler bereits sehr gute Form im Anschluss an seinen Trainingslageraufenthalt in Monte Gordo. In 3:51,37min holte er sich nach tollem Alleingang von vorne zunächst überlegen den Titel über 1.500 Meter. Tags darauf war er wiederum nicht zu schlagen. Über die 800m-Distanz siegte der eigentlich als Pacer für Holger Körner gedachte KIT-Student mit einer „Wahnsinns-Leistung“ in 1:50,37min, wobei er zugleich Holger zur Silbermedaille und zu guten 1:51,41min zog. Die DM-Qualifikationen haben damit beide abgehakt.

Gleiches gilt im Übrigen auch für Sarah Hettich und Johanna Flacke, die über 1.500 Meter am Start waren. Sarah wurde nach einem sehr mutigen Rennen mit 3:36,41min belohnt und lag damit direkt vor Johanna, die den Schwung aus ihrem tollen Abschneiden bei der Cross-EM nutzte und in 3:36,58min ihre PB um glatte 10 Sekunden verbesserte.

Überragend stark zeigte sich in der U20-Klasse Lorenz Hermann über die 1.500 Meter-Strecke, nachdem er vor Wochenfrist bereits über 400 Meter in 50,77sec geglänzt hatte. Die Überdistanz meisterte der 800m-Spezialist schließlich auf grandiose Weise, lief in sehr starken 3:59,60min zum Vizemeistertitel und hakte zugleich locker die Jugend-DM-Norm ab.

Eine tolle Premiere über dieselbe Distanz feierte unser junges Lauftalent Katja Bäuerle in der höheren U20-Klasse. Auf Anhieb lief sie in 5:02,05min zu Platz vier, obwohl der Rennverlauf für sie als Langstrecklerin eigentlich insgesamt zu langsam war.

Einen überlegenen Start-Ziel-Sieg über 800 Meter der Frauen landete schließlich Jana Reinert. Die noch vom Trainingslager in Monte Gordo müde Top-Läuferin überquerte in schnellen 2:08,61min die Ziellinie und befindet sich auf einem sehr guten Weg.

In der Jugendklasse lief Neuzugang Linda Geißler über die vier Hallenrunden in einem Taktikrennen mit sehr langsamem Beginn in starken 2:20,07min zur Silbermedaille, Adeline Haisch belegte nur kurz dahinter mit neuer PB von 2:21,13min Rang vier. Beide konnten besonders durch tolle letzte 300 Meter überzeugen.

Zu einem starken 3. Platz und zur Jugend-DM-Qualifikation reichte es für Alexander Kessler über 800 Meter, nachdem er sein kluges und couragiertes Rennen in neuer Hallenbestzeit von 1:58,60min beendet hatte.

Ein richtig starkes Bahn-Comeback nach langer Verletzungspause feierte schließlich Jannik Arbogast auf der 3.000 Meter-Distanz. In sehr guten 8:18,55min holte sich der Student mit fulminanten letzten 400 Metern nicht nur den Landestitel, sondern konnte zugleich die geforderte Hallen-DM-Norm unterbieten.

Zwei Titel kamen schließlich noch von Seiten der Techniker hinzu. Florian Oswald siegte bei seinem ersten Einsatz im LGR-Trikot in der Weitsprungkonkurrenz der Männer. Mit 7,58 Metern zeigte er nach einer tollen Serie einen starken Einstieg in die Saison und konnte die Konkurrenz in Abwesenheit von Julian Howard sicher auf Distanz halten. Ebenfalls mit einem Titel ausgezeichnet wurde Maike Anstett, die sich im Dreisprung-Feld der Frauen mit neuer pers. Hallenbestweite von 12,29 Metern gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte.

Die Ränge zwei und vier sprangen schließlich für die 200m-Sprinter heraus. Für Florian Gedemer reichte es am Ende in 22,20sec zur Vizemeisterschaft, Wendelin Wäcker lag mit 22,33sec zwei Plätze dahinter.

Bei den Frauen erreichten Pia Ringhoffer (25,23sec, Platz 5) und Nina Garay (25,57sec, Platz 8), in der Jugendklasse Tamara Kamuf (26,17sec, Platz 6) und Natalie Winterbauer (26,40sec, Rang 9) gute Ergebnisse über die Hallenrunde.

Tags zuvor hatte die 4x200m-Staffel der U20-Atletinnen in der Aufstellung Aileen Speck, Natalie Winterbauer, Adeline Haisch und Eva Wohletz in 1:47,69min die Norm für die Jugend-DM geknackt. In 1:42,98min scheiterte dagegen das Frauenquartett mit Pia Ringhoffer, Tamara Kamuf, Jana Reinert und Nina Garay noch knapp an der geforderten Qualifikationsmarke.

Ergebnisse

 

 

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