Klasseleistungen der Schüler/innen- und Jugendmannschaften

Parallel zu den Badischen Mannschaftsendkämpfen hatte sich die LGR am vergangenen Wochenende mit drei Teams zu Qualifikationswettkämpfen im Mannheimer Stadion angesagt. Erstmals in der Geschichte der Leichtathletikgemeinschaft trat man bei den Schülerinnen und Schülern A sowie in der Jugend A mit Teams in der Gruppe 1 an, um im einen oder anderen Fall vielleicht die Voraussetzung für die Teilnahme an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Lage zu erfüllen. So war es das ausgegebene Ziel für alle drei Mannschaften, jeweils so viele Punkte wie möglich zu sammeln und anschließend auf die Qualifikation zu hoffen. Gem. DLV-Regularien gilt es nämlich nicht, eine feste Punktenorm zu knacken, sondern sich bis zum Stichtag 29. Juni mit der erreichten Leistung unter den besten acht Mannschaften in Deutschland zu positionieren. Ob dies unseren Mannschaften mit den jeweils angehäuften Punktzahlen vom vergangenen Wochenende letztlich gelingen wird, bleibt also vorläufig abzuwarten – mit den gezeigten Leistungen hätten jedenfalls alle drei Teams die Teilnahme verdient!

Zunächst zu unseren A-Schülerinnen, die am Samstag in der Endabrechnung mit sehr guten 9.231 Punkten hinter den favorisierten Teams der StG TV Bühl/TG Ötigheim sowie der StG MTG Mannheim/Mosbach lagen. Wie hoch das Niveau dieses Wettkampfs war ist daran abzulesen, dass die beiden Siegermannschaften mit ihren erreichten Punktzahlen das Ergebnis des Deutschen Meisters des Vorjahres übertrafen. Angesichts solcher Konkurrenz schlugen sich unsere „Mädels", von denen ja viele den jüngeren Jahrgängen 1997 und 1998 angehören, tatsächlich ausgezeichnet. In fast allen Disziplinen wurden Top-Leistungen abgeliefert bzw. das jeweilige Soll übererfüllt. Einzig die Ergebnisse im Hochsprung, wo alle vier Athletinnen an 1,48m hängenblieben, ließen etwas zu wünschen übrig. Aus einer tollen Mannschaft, die nicht nur sportlich, sondern auch durch Teamgeist überzeugen konnte, ragte vor allem Kristin Tuxford als eifrigste Punktesammlerin heraus. Sowohl im Speerwerfen (36,85m) als auch über die 80 Meter Hürden (12,31s) lieferte sie die Tagesbestleistungen aller Teilnehmerinnen ab. Zudem konnte sie mit ihren 5,33m im Weitsprung glänzen. Sehr stark waren darüber hinaus auch die Auftritte von Lena Knirsch (2:23,22s) und Meike Weiß (2:28,77s) jeweils mit PB über die 800 Meter-Strecke, von Linnea Waltenberger in ihrem ersten 100 Meter-Sprint mit 13,18s, von Laura Ziel mit 5,11 im Weitsprung sowie von Clio Gausmann im Speerwurf mit der zweitbesten Tagesweite von 33,25m. Eine Menge weitere persönliche Bestleistungen und Top-Ergebnisse sowie die abschließenden 52,78s über die 4x100 Meter rundeten den Teamerfolg letztlich gebührend ab und bedeuteten schließlich neuen Kreisrekord. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die 9.231 Punkte zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Lage ausreichen werden.

Ein ähnliches Szenario wie bei den Mädchen bot sich auch bei den A-Schülern. Trotz Verletzungspechs im vorhinein (Paul) und auch während des Wettkampfes (Michael) konnten die LGR-Jungs voll überzeugen und kämpften sich nahe an die magische 11.000 Punkte-Grenze heran. Auch hier gilt, dass in fast allen Disziplinen Top-Ergebnisse erzielt wurden oder man zumindest weitgehend im Soll blieb. Mit 11,33s über die 80 Meter-Hürdendistanz, 6,11m im Weitsprung sowie 3,20m im Stabhochsprung lieferte Stefan Kohler dreimal mit pers. Bestleistung die Tageshöchstleistungen ab. Gleichfalls sehr stark waren die 6,07m von Jannik im Weitsprung, Michaels 12,11m im Kugelstoßen, die 1,72m von Nils im Hochsprung, die 12,22s von Max im 100 Meter-Sprint oder die 31,44m von Fabian Kempfer im Diskuswerfen. Auch die übrigen Teammitglieder konnten durchweg mit guten Leistungen aufwarten. Dass die Jungs nach der abschließenden 4x100 Meter-Staffel in 47,83s gleichfalls mit neuem Kreisrekord von 10.940 Punkten ihre Mitstreiter von der MTG Mannheim und dem USC Mainz letztendlich deutlich hinter sich ließen war dabei nicht ganz so wichtig. Schließlich wird über die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften die erreichte Punktzahl entscheiden, die hoffentlich für eine Top-8-Platzierung ausreichen wird.

Am Sonntag ging es dann für die LGR-Athleten in der Altersklasse der A-Jugend, erstmals in der Gruppe 1, um eine gute Punktzahl. Eine bunt gemischte Truppe von fast 20 Jugendlichen ging dabei in Mannheim an den Start, wo man sich mit der MTG, dem LT DSHS Köln und zwei Mainzer Mannschaften messen konnte. Besonders für die vielen B-Jugendlichen wurde der Wettkampf zu einer Herausforderung, da man sich nicht nur mit teilweise zwei bis drei Jahre älteren Konkurrenten, sondern auch mit schwereren Gewichten bzw. höheren Hürden herumschlagen musste. Am Ende eines langen, von bescheidenem Wetter begleiteten Tages standen schließlich sehr gute 14.452 Punkte zu Buche. Die besten Ergebnisse lieferten dabei erwartungsgemäß die Läufer ab. Hierbei sind in erster Linie die jeweiligen Disziplin-Tagesbestleistungen von Stefan Reither mit seinen 50,61s über die 400 Meter, Jannik Arbogast mit 2:33,24s über die 1.000 Meter-Distanz sowie Frederik Unewisse über die 3.000 Meter-Strecke mit 8:56,67s hervorzuheben. Aber auch die 1,84m von Tobias Rosenkranz im Hochsprung, Leon Dolls 2:38,93s über die 1000 Meter, die 6,35m durch Kevin Nwaoha im Weitsprung oder die 46,10m von Filip Panic mit dem 800g-Speer zeigen, dass unsere B-Jugendlichen durchaus mithalten konnten. Ein Sonderlob verdiente sich Nils Kruse, der in seinem ersten B-Jugend-Jahr den Mumm hatte, die höheren A-Jugendhürden anzugehen und mit 16,82s eine starke Zeit ablieferte. Lediglich in den Wurfdisziplinen, die mangels Alternativen fast ausschließlich mit B-Jugendlichen besetzt werden mussten, blieb man deutlich hinter dem Niveau der Konkurrenz aus Mannheim und Köln zurück, die allerdings auch zur engeren deutschen Spitze gehören. Vielleicht reicht die angesammelte Punktzahl ja aus, um sich am Ende der Saison bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften präsentieren und somit in der erweiterten nationalen Spitze etablieren zu können.

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