Julian Howard mit 8,15 Metern Deutscher Meister – erfolgreiches LGR-Team bei DM

Das größte Team in der mehr als 30jährigen Geschichte der LG Region Karlsruhe reiste am Wochenende zu den Deutschen Aktivenmeisterschaften nach Erfurt. 14 Einzelstarts und 4 Staffeln waren schließlich in Thüringen im Einsatz und konnten tolle Erfolge verbuchen.

An erster Stelle ist Weitenjäger Julian Howard zu nennen, der im vierten Durchgang mit einem Flug auf 8,15 Meter seinen eigenen badischen Rekord einstellte und die WM-Norm nochmals ablieferte. Julian kann nun in den nächsten Wochen mit großem Selbstbewusstsein für seinen Saisonhöhepunkt in London planen. Wünschen wir ihm, dass die Vorbereitung verletzungsfrei abläuft und er im Queen Elizabeth Olympic Park sein Potential voll ausschöpfen kann!

Besonders stark waren auch die Ergebnisse im 800 Meter-Finale der Männer. Obwohl Christoph Kessler auf dringendes Anraten des Deutschen Leichtathletikverbandes wegen seiner anstehenden Teilnahme an den U23 Europameisterschaften in Polen nach Vorlaufbestzeit auf das Finale (und damit auf einen realistischen Titel) verzichten musste, erreichten mit Pascal Kleyer und Holger Körner zwei LGR-Mittelstreckler den Endlauf. Dort führte Pascal lange Zeit sehr mutig und aggressiv das Feld an, konnte aber auf der Zielgeraden nicht mehr ganz gegen die ältere Konkurrenz gegenhalten. In 1:49,42min sprang am Ende Platz fünf heraus. Holger wurde schließlich nach heißem Kampf in pers. Bestzeit von 1:50,02min starker Sechster.

Gar Historisches schaffte die Sprintstaffel der LGR mit Wendelin Wäcker, Marvin Hock, Manuel Retzbach und Florian Gedemer. Das pfeilschnelle Quartett benötigte für die 4x100m lediglich 40,26sec und konnte damit den fast schon für die Ewigkeit eingemeißelten, damals noch handgestoppten Kreisrekord der KSC-Staffel aus dem Jahre 1958! verbessern (40,6sec). In Erfurt mussten sich die LGR-Männer nur den beiden schnellen Wattenscheider Teams sowie dem Leverkusener Quartett – also den ganz großen, finanzstarken Vereinen – beugen und durften sich über den sensationellen vierten Platz freuen!

Auch die 4x100m-Frauenstaffel, die sich aus unseren U20-Athletinnen Sarah Krems, Carolin Kleyer, Pia Ringhoffer und Franziska Heidt zusammensetzte, konnte mit Saisonbestleistung von 47,35sec und Rang 19 durchaus überzeugen.

Weitere tolle Einzelplatzierungen belegten Felix Mairhofer im Dreisprung, für den mit 15,47 Metern Rang sieben heraussprang, Amélie Svensson, die über 3.000m Hindernis in 10:38,83min als Achte einlief sowie Felix Wammetsberger, der als Neunter über 1.500 Meter in 3:47,92min nur zwei Sekunden über seiner Bestzeit blieb. Rang 10 war es am Ende für Jannik Arbogast, der die 5.000 Meter in 14:41,09min meisterte und auch für Clio Gausmann, die im Speerwurf (43,22m) Erfahrungen sammeln durfte. Lena Knirsch erreichte das Ziel über 3.000m Hindernis nach 10:52,40min als Zwölfte.

Zufrieden durfte schließlich auch Sarah Hettich sein, die im Vorlauf über 1.500m in 4:29,37min pers. Bestleistung ablieferte, sowie Florian Gedemer, der nicht nur in der Sprintstaffel, sondern auch über die Einzeldistanzen in 10,83sec (trotz starken Gegenwindes) und 21,40sec (SB) überzeugte.

Unglücklich lief es letztlich nur bei der Männer-Langsprint- und bei der 3x800m-Staffel der WU20. Letztere hatten in einem starken Feld zunächst am Samstag mit Adeline Haisch, Johanna Flacke und Emma Planck in schnellen 6:54,73min das Finale erreicht. Dort lief das Trio dann nach toller Leistung mit Emma, Johanna und Jana Reinert als frischer Top-Schlussläuferin auf Rang zwei im Ziel ein. Leider wurde den vier Staffelläuferinnen der verdiente Lohn schließlich durch eine zweifelhafte Kampfrichterentscheidung und die folgende Disqualifikation wegen angeblichen „Anlaufens vor dem Wechselraum“ vorenthalten. Für uns sind die Mädels aber die Silbermedaillengewinnerinnen der Herzen.

Die 4x400m Langsprintstaffel mit Marvin Hock, Timo Koch und Max Schmid erreichte aufgrund einer Verletzung von Schlussläufer Nils Wlasak das Ziel schließlich nicht.

Ergebnisse

 

 

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