Erlebnisbericht Youth Olympic Games Buenos Aires 2018

Unsere LGR-Athletin Antje Pfüller durfte die letzen Wochen in Buenos Aires bei den Youth Olympic Games verbringen. Mit einem couragierten Rennen über ihre Paradedisziplin 1.500 m sicherte sich in einer Topzeit von 4:25,14 min den sechsten Platz. Damit schuf sich die 16-jährige eine hervorragende Ausgangsposition für ihren zweiten Lauf, den Crosslauf. Als Mittelstreckenspezialistin schlug sie sich, auf der für sie ungewohnt langen, 4,4 km Strecke sehr gut. Als beste Deutsche lief die sie in der Gesamtwertung auf den 20. Platz von knapp 60 Athletinnen, was in ihrer Disziplin Rang acht bedeutete. In der Summe beider Läufe kommt sie punktgleich mit der vor ihr platzierten Finnin auf Rang sieben und wurde damit bei diesem einzigartigen Ereignis zweitbeste Europäerin.

Wir gratulieren Antje ganz herzlich zu ihrem großartigen Erfolg bei den YOG!                                   Wie sie die Zeit in Argentinien und die Stimmung dort erlebt hat, schildert sie im Folgenden selbst:

"Die drei letzten Wochen, die ich in Buenos Aires verbringen durfte, waren einfach unvergesslich und sind rasend schnell vergangen. Währenddessen habe ich unglaublich viele Erfahrungen gesammelt. Zum einen natürlich in sportlicher Hinsicht. Aber vor allem auch im Zusammenleben mit völlig unterschiedlichen Sportlern auf ziemlich engen Raum. Ich konnte einen für mich völlig neuen Kontinent bereisen und auch ein bisschen die Kultur dort erleben.

Begonnen hat die Reise am 1. Oktober mit einem 14-stündigen Flug nach Buenos Aires. Alle 4.000 Athleten plus Betreuer, waren in dem «olympic village» untergebracht. Es war ein Dorf, bestehend aus vielen Blockhäusern, welche mit den Länderflaggen der darin wohnenden Athleten behangen waren. Hier drinnen gab es fast alles. Beim «village square», einem grossen Platz, befand sich die Essenshalle. Hier wurden oft akrobatische Vorführungen gezeigt oder man konnte Künstlern beim Erschaffen eines 3D Bildes auf dem Boden zuschauen. Ausserdem gab es einen Supermarkt, einen Souvenirshop und ein Fitnessstudio. Die Stimmung im Dorf war immer belebt und fröhlich. Von Wettkampfanspannung konnte ich fast nie etwas spüren.

Unsere Tage waren grösstenteils frei. Wir durften aufstehen und frühstücken wann wir wollten und verbrachten die Vormittage meistens gemütlich im Dorf. Nachmittags fuhren wir dann mit dem Bus in den «Youth Olympic Park», wo sich das Stadion befand, um die letzten Trainingseinheiten vor DEM grossen Wettkampf zu absolvieren. Die 400m Bahn war immer in regem Gebrauch und voller Athleten, was das Training ein wenig chaotisch und mal ganz anders als normal gestaltet hat.

Was ich während der Zeit immer sehr genossen habe, waren die Mahlzeiten mit den anderen Sportlern und jetzt auch meinen Freunden aus dem Jugend Team D. Auch wenn das Essen zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig und wenig abwechslungsreich war, hat man sich damit zurechtgefunden und das Beste daraus gemacht.

Das Highlight war dann natürlich die Eröffnungsfeier und somit der Beginn der Olympischen Spiele. Die Feier fand mitten in der Stadt statt und hat alle begeistert. Das Ende der Zeremonie mit einem Feuerwerk war der Startschuss für die Athleten. Mein Rennen kam immer näher und ich schwankte zwischen Freude und Aufregung. Die Wettkampfstätten waren bis unters Dach besucht und trotzdem standen noch viele Besucher (vor allem Argentinier) draußen und warteten in einer bis zu 800m langen Schlange seelenruhig auf ihren Einlass. Die Stimmung in den Stadien, vor allem wenn Argentinien mit am Start war, war tobend.

Vor meinem 1500m Lauf war ich sehr nervös, wie immer. Das Rennen hat schnell begonnen. Ich konnte mich an ein Grüppchen hängen und mitlaufen. Mit meinem Resultat war ich sehr zufrieden. Drei Tage später stand dann noch ein 4km Crosslauf auf dem Programm, wofür ich als Mittelstrecklerin nicht unbedingt vorbereitet war. Deshalb hatte ich an diesen Lauf keine grossen Erwartungen, konnte aber trotzdem ein gutes Rennen laufen. Die Ränge der beiden Wettkämpfe addiert wurde ich dann insgesamt 7. Damit bin ich sehr zufrieden.

Die letzten freien Tage genossen wir in vollen Zügen. Wir wurden zu feinem Essen und gemütlichem Miteinandersein des ganzen Team D eingeladen und haben einen Bus Trip quer durch die Stadt gemacht. An den letzten Abenden wurden fleißig T-Shirts, Jacken und Cappies mit den anderen Nationen getauscht.

Am 19. Oktober haben wir dann die lange Rückreise mit vielen Erinnerungen, neuen Freunden und einer riesigen Erfahrung im Gepäck angetreten." (Antje Pfüller)

 

Ergebnisse 1.500m

Ergebnis Crosslauf

Gesamtergebnis