DM Jugend Halle und Winterwurf sowie Aktiven-Langstaffeln in Halle (Saale)

Halle an der Saale war am vergangenen Wochenende Veranstaltungsort der Deutschen Hallenjugendmeisterschaften, der nationalen Winterwurf-Titelkämpfe (U20/U18) und der Aktiven-DM für Langstaffeln.

Im männlichen Starterfeld über 800 Meter waren gleich zwei LGR-Athleten mit von der Partie. Alexander Kessler zeigte dabei im 4. Vorlauf der sage und schreibe 30 Teilnehmer eine gute Leistung, verpasste aber mit 1:59,97min das Finale. Letzteres gelang dafür Lorenz Hermann, der sich trotz schwieriger Ausgangssituation als Dritter des letzten und schnellsten Vorlaufs über die Zeit (1:55,09min) für den Endlauf qualifizierte. Dort lief er ein sehr kluges Rennen, in dem er zunächst hinten abgewartet und schließlich in der 3. Runde attackiert hatte. Nach knappem Zieleinlauf mit Sturz auf der Ziellinie erreichte Lorenz in 1:53,48min und neuer PB als Sechster das Ziel.

Dieselbe Distanz nahm in der weiblichen Klasse Adeline Haisch in Angriff. In ihrem Vorlauf blieb sie zunächst taktisch klug am Ende des Feldes. Ab der 3. Runde arbeitete sie sich weiter nach vorne und wurde für ihren starken Kampf in der letzten Runde überraschend mit dem Finaleinzug und neuer pers. Bestleistung von 2:15,86min belohnt. Auch im Endlauf zeigte sich Adeline zunächst couragiert, stürzte dann aber durch einen Stoß von hinten, fiel chancenlos zurück und lief das Rennen trotz Knieschmerzen tapfer zu Ende.

Für das Feld der 60m-Sprinterinnen hatte sich Tamara Kamuf qualifiziert, die in guten 7.94sec die Halbfinals aber verpasste. Als Schlussläuferin der 4x200m-Staffel mit Maike Sauer, Natalie Winterbauer und Janine Winterbauer brachte sie das Staffelaluminium in 1:47,81min ins Ziel.

Während die übrigen LGRler bei angenehmen Hallentemperaturen ihre Leistungen verrichteten, musste Florian Händle im Freien ran. Dort präsentierte er sich in der Altersklasse U18 im Speerwurf. Mit seinen trotz der Kälte im 5. Durchgang erzielten hervorragenden 59,03 Metern belegte er in der stark besetzten Konkurrenz als Jahrgangsbester schließlich Rang fünf!

Den Abschluss bildeten in der Karlsruher Partnerstadt die Langstaffeln der Aktiven. Das Frauenteam kam über die 3x800 Meter in der Aufstellung Sarah Hettich (sehr starke 2:13min), Johanna Flacke (solide 2:20min) und Jana Reinert (verwaltende 2:11min) am Ende in 6:43,36min auf Rang fünf ein. Platz 1-4 mit den „Großen“ (Leverkusen, Uerdingen, Berlin, Schorndorf) waren laut Trainer Scheefer (noch) nicht erreichbar.

Sehr kurios gestaltete sich die Männerkonkurrenz über 3x1.000 Meter. Nachdem Startläufer Christoph Uhl zunächst den Kontakt zur Spitze etwas verloren hatte, konnte Christoph Kessler an Position zwei den Rückstand wieder zulaufen. Anschließend entstand ein kurioses Taktikgeplänkel, bei dem nach gebremsten ersten Runden erst auf den letzten 400 Metern richtig die Post abging. Hierbei zog Holger Körner gegen den deutschen 1.500 Meter-Meister Sebastian Keiner und gegen Timo Benitz den kürzeren. In 7:25,89min sprang als verdienter Lohn letztlich die Bronzemedaille heraus.

Ergebnisse

 

 

Image-Trailer LGR
Imagefilm der LG Karlsruhe ansehen