Bronze bei Team-DM in Berlin für die WJU20

Berlin war in 2019 noch einmal Austragungsort einer DM, dieses Mal der Team-DM der Jugendklassen U20 und U16 - nicht im Berliner Olympiastadion, sondern auf der blauen Bahn des Stadions in Lichterfelde.

Nach einer langen Busreise am Samstag bezog das Team der weiblichen U20 der LGR die Zimmer einer Jugendherberge und begab sich sogleich auf die Warm-up Runde im nahen Waldgelände. Sehr früh ging es dann Sonntag aus den Federn, in den Bus und auf die Anreise zum Stadion auf der gegenüberliegenden Seite von Berlin. 

Wie bei allen anderen Mannschaften auch war wegen der Schulferien, der damit verbundenen Urlaubszeit und des späten Termins im September bei der ein oder anderen Athletin der Zenit der Leistungsfähigkeit überschritten und der Wettkampf nicht nur bei den Mädels der LGR ein auf und ab.

Gleich zu Beginn, im ersten Wettbewerb des Tages kam der Tiefschlag: beim ersten Sprung verletzte sich Mikaelle Assani so stark, dass sie für den kompletten Rest des Tages ausfiel. Damit musste die Besetzung der Staffel und der 100m verändert werden und wertvolle mögliche Punkte waren dahin, doch die Mannschaft schlug sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten wacker.
Marie Sophie Streichsbier mit 5,03m und Lizzy Sauter mit 4,79m sammelten die Punkte für den Weitsprung ein. In der nächsten Disziplin, dem Diskuswerfen, konnten Salina Gebreyesas mit 23,61m, Multitalent Adeline Haisch mit 23,29m und Nele Zwirner mit 22,40m den Punkteabstand zu den starken Mannschaften aus Frankfurt und Dormagen nicht halten.
Doch gleich in der nächsten Diziplin schmolz der Abstand wieder etwas zusammen: eine starke Leistung boten dabei über 800m Adelin Haisch in 2:17,63min und Sophie Seiter in 2:21,31 min, die ihre Rennen jeweils klar gewinnen konnten und die LGR punktemäßig wieder etwas an die Konkurrenz heran brachten. Gleiches gilt für Selma Langenhorst, die sich im Stabhoch mit 3,20m gut präsentierte und als einzige LGR-Athletin in in dieser Diziplin an den Start ging, denn wie bei einigen anderen Mannschaften auch, war der Stabhoch hier nur einfach besetzt. Im Hochsprung gelangen Marie Sophie Streichsbier gute 1,60m, hier steuerten Geburtstagskind Sharleen Klein und Henriette Halwas mit 1,52m wichtige Punkte bei.

Vor den anstehenden 100m Hürden hatten alle etwas " Bammel". Bis zur 8.Hürde top unterwegs und in Führung war Franzi Stöhr, ehe sie durch eine Unachtsamkeit hängen blieb und die letzten beiden Hürden gerade noch so überqueren konnte. Dieser Lauf hätte eine tolle Zeit ergeben können, doch so blieben die Uhren bei 15,99sec. stehen. Henriette Halwas und Sharleen Klein kämpften sich in 16,88s und 17,02s durch den Hürdenwald.

Zu diesem Zeitpunkt waren die ersten beiden Plätze dieser Meisterschaft eigentlich schon vergeben und die LGR pendelte je nach Disziplin zwischen den Plätzen 3 und 5. Doch nach wie vor keimte bei allen Beteiligten die Hoffnung auf den Bronzeplatz.

Die 100m brachten für Marie Sophie Streichsbier trotz ihrer Beugerprobobleme gute 12,89s und für Nele Zwirner 13,08s. Im Kugelstoßen steuerten Nele Zwirner als beste Karlsruherin mit 9,49m und Salina Gebreyesas mit 8,79m Punkte zum Gesamtergebnis bei, Sharleen Klein erreichte 8,67m. Über 400m erreichte Franzi Stöhr mit guten 58,48s fast ihre SB, Sophia Seiter erreichte bei den in 2019 erstmalig gelaufenen 400m 61,27s, Hannah Gräßer 63,51s.

Als "Allzweckwaffe" erwies sich wieder einmal Adeline Haisch, die als beste Karlsruherin beim Speerwerfen mit 34,40m die meisten Punkte holte, Hannah Gräßer steuerte mit 22,82 m weitere Punkte bei.

Der ersehnte 3. Platz schien verloren, bis die große Show von Antje Pfüller begann. Gleich nach dem Start zog Antje dem Feld davon und überrundete eine Athletin nach der anderen. Im Ziel hatte sie einen riesigen Vorsprung von weit mehr als 1 min und holte mit 9:47,52 min eine Menge Punkte für die LGR. Katja Bäuerle macht einen guten Wettkampf und kam mit 11:24,48 ebenfalls im Vorderfeld ins Ziel, gefolgt von Franzi Hofschuster in 11:42,94min.

Vor der abschließenden Staffel lag die LGR 71P vor der Mannschaft von Gelnhausen. Die erneut umgebaute 4 x 100 Staffel mit Franzi Stöhr, Marie Sophie Streichsbier, Nele Zwirner und Adeline Haisch auf der letzten Position, durften also nicht zu viel auf Gelnhausen verlieren, um den 3. Platz zu behalten.

Mit ordentlichen, eher auf Sicherheit bedachten Stafflelwechseln blieb das Quartett bis zum 3. Wechsel an den Gelnhausern dran, Adeline ließ die Beine "fliegen" und konnte den Abstand zu Gelnhausen recht knapp halten. Letztendlich waren es 44P Vorsprung gegenüber Gelnhausen, die unsere Mädels bei der Siegerehrung über Platz 3 und Bronze jubeln ließen. Gegen 18.30 Uhr ging es in den Bus und zurück nach Karlsruhe, wo die Truppe um 3 Uhr am Morgen ankam - glücklich aber platt - Mission erfüllt.

für das Trainerteam der Team-DM, Udo Metzler

 

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